4. Generations Rally 28. März 2025: Day 1 - Harrogate to Harrogate (Nordwestrunde, 125 km)

Der gestrige Abend war geprägt von Pizza, Wein, Gin & Tonic und guten Gesprächen. Schon beinahe die Hälfte der Teams war eingetroffen und hat das Barpersonal ziemlich gefordert. Aber - wie in England zu erwarten war - das Bier und der Gin & Tonic gingen nie aus.

Heute Morgen pünktlich um 08:30 Uhr ist Simon eingetroffen; ein typischer Engländer und 53 Jahre alt. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und verstanden sogar das gegenseitig gesprochene Englisch wink. Er bringt viel Rallye-Erfahrung mit und beim nachfolgendem Studium des Roadbooks erweckte er den Eindruck, als fahre die ganze Rallye durch sein Wohnzimmer. Fast jeder Stein und jede Abzweigung war ihm bekannt und er wusste auch, wo man besonders aufpassen muss, um nicht auf die sorgsam gewählten Fiesheiten des Organisators reinzufallen. Vermutlich kennt er auch alle Namen der Schafe, welche dann an uns vorbeiziehen werden. Bin gespannt, wie er sein Wissen dann in die Praxis umsetzen wird, sehe aber unserer Zusammenarbeit mit Zuversicht entgegen.

Das Wetter ist sehr wechselhaft - eben typisch englisch. Sonnige Abschnitte wechseln im Minutentakt zu Regenschauer und zurück. Da wird wohl mit offen fahren nicht viel werden sad. Um 13.25 Uhr fahren wir los!


Die Sonne hatte doch noch Erbarmen mit uns und wir konnten mit offenem Dach starten. Es war zwar recht kalt, doch Simon hielt sich tapfer und zog eine weitere Schicht Kleider erst in der 2. Hälfte des Nachmittags an. Navigationsmässig liess er nichts, aber auch gar nichts anbrennen und die beiden Regularitries mit total 4 Sekunden aus 3 Timingpunkten gelangen uns gut. Auch bei der Kartennavigation am Schluss der Etappe zeigte er nicht die kleinste Unsicherheit.

Die 4 Rundkurse schlossen wir eigentlich auch gut ab, leider kassierten wir auf einer der Prüfungen eine 10-Sekunden Strafe. Die Ziellinie lag unmittelbar nach dem Anstieg zu einer Kuppe und wegen der langen Kühlerhaube unserers Ford Mustang sahen wir diese Linie beide zu spät und ich konnte nicht mehr wie gefordert 'astride' anhalten. Schade, aber gehört halt auch dazu angry.

Unterwegs begann es mehrere Male zu regnen, aber bis wir uns einig waren, das Dach zu schliessen, hat es auch schon wieder aufgehört.

Der 1. Tag der Rallye zusammen mit Simon ist sehr gut verlaufen, wir verstehen uns gut und haben ungefähr den gleichen Ehrgeiz. Ich konnte von ihm bezüglich Navigation einiges Neues lernen und soweit ich ihn verstanden habe, ist er noch nicht sehr häufig mit einem so alten Auto wie mein Ford Mustang (Jahgang 1965) auf Rundkursen um die Ecken gebraust devil.

Morgen wird der Schwierigkeitsgrad etwas angehoben werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch dann gut über die Runden kommen werden!

Am Schluss der 1. Etappe
Am Schluss der 1. Etappe
Am Schluss der 1. Etappe
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Simon Bentley in Action
Simon Bentley in Action
Simon Bentley in Action
Gerard Brown - der offizielle Rallye-Fotograf
Gerard Brown - der offizielle Rallye-Fotograf
Gerard Brown - der offizielle Rallye-Fotograf